Lakers schrammen knapp an der Sensation vorbei

Am vergangenen Wochenende fand deutschlandweit die erste Hauptrunde des Floorball Deutschland Pokals statt. Auch die PTSV United Lakers Konstanz waren dank des Sieges gegen die SG Floorball Rhein/Neckar im September mit von der Partie: Die Auslosung hatte ergeben, dass man es mit einem alten Bekannten aus der Liga zu tun bekommen würde, dem SC DHfK Leipzig, der mittlerweile in der ersten Bundesliga sein Glück versucht.

Die Rollen im Duell Erstligist gegen Zweitligist schienen klar verteilt zu sein, doch aus Konstanzer Sicht konnte man bei diesem Aufeinandertreffen in der Geschwister Scholl Schule eigentlich nichts verlieren.

Im Vergleich zum letzten Auswärtsspieltag standen den Lakers auch wieder einige Spieler mehr zur Verfügung, was Trainer Lars Pohl dazu nutzte, um zwei spielstarke und ausgeglichene Blöcke aufzubieten.

Das Spiel vor knapp 30 Zuschauern begann früh mit einem Dämpfer für die Konstanzer Ambitionen, dem Erstligisten so lange wie möglich die Stirn zu bieten und ihm alles abzuverlangen: Bereits nach drei Minuten landete der Ball mit einer gehörigen Portion Glück im Tor der Gastgeber.

Wer in der Folge einen Sturmlauf von deutlich überlegenen Leipzigern erwartete, sah sich getäuscht. Die Konstanzer spielten gut mit und boten dem vermeintlichen Favoriten die Stirn. Der verdiente Ausgleich, der leider nicht lange Bestand hatte, unterstrich eindrucksvoll, dass das Spiel keineswegs schon entschieden war. Mit 1:2 ging es also in die erste Pause.

Das zweite Drittel begann wie das erste geendet hatte: Zwei Teams die sich auf Augenhöhe begegneten, lieferten sich einen packenden Pokalfight, der womöglich mit einer faustdicken Überraschung enden könnte.

Bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff erzielten die Lakers abermals den Ausgleich, der dieses Mal auch für längere Zeit bestand haben sollte. Auch wenn Leipzig deutlich öfter und länger in Ballbesitz war, so gelang es den Gastgebern durchaus auch gefährlich zum Abschluss zu kommen. Kurz vor Ende des zweiten Drittels nutzte Leipzig dann eine der wenigen Lücken in der Konstanzer Abwehr, um wieder in Führung zu gehen. 2:3 also nach 40 gespielten Minuten.

Auch nach der zweiten Pause bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild: Die Konstanzer spielten mutig und konsequent nach vorne und ließen gleichzeitig vor dem eigenen Tor wenig anbrennen. Auch wenn bis zur 50. Minute kein Tor für die Lakers fallen wollte, so glaubte man doch weiter an die große Sensation oder zumindest an die Möglichkeit den Erstligisten in die Verlängerung zu zwingen. Sechs Minuten vor dem Ende passierte dann das worauf alle gewartet hatten: Andreas Naef erzielte sein bereits zweites Tor des Tages und brachte die Hausherren auf Kurs für die Verlängerung. Die letzten Minuten des Spiel spiegelten dann in aller Dramatik das gesamte Spiel nochmals wider: Aufopferungsvoll kämpfende Lakers brachten die Leipziger immer wieder in Bedrängnis, während diese mit ihren Angriffen die Konstanzer Verteidigung entweder nicht überwinden konnten, oder ihren Meister im stark aufspielenden Kevin Kaiser im Konstanzer Tor fanden. Nichtsdestotrotz wurde nichts aus einer Verlängerung: 12 Sekunden vor Schluss glückte den Leipzigern der Lucky Punch.

Die United Lakers mussten sich also einem auf dem Papier deutlich stärker eingeschätzten Erstligisten mit 3:4 geschlagen geben. Man stand ganz kurz vor der Sensation, die auf Grund des ausgeglichen Spiels und souveränen Auftreten der Konstanzer durchaus verdient gewesen wäre, jedoch fehlte einmal mehr in der entscheidenden Situation das nötige Glück.

Trotzdem lassen sich aus diesem Spiel sehr viele positive Erkenntnisse gewinnen und es wurde auch wieder einmal deutlich, dass sich die Konstanzer in den kommenden Ligaspielen vor keinem Gegner verstecken brauchen.

Bereits in zwei Wochen kommt der UHC Döbeln an den Bodensee. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Lakers dann ähnlich stark präsentieren wie gegen Leipzig, um den ersten Dreier der Saison perfekt zu machen.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle einmal mehr allen Helfern, dem grandiosen Publikum und dieses Mal besonders auch den Lakers, die nicht zum Einsatz kamen.

Die Tore für die Lakers erzielten:

E. Besuden 12’
A. Naef 22’ 54’

 

Für die Lakers waren im Einsatz:

[T] Cornelius Heisel, Julian Garritzmann, Erik Besuden, Michal Marencak, Kim-Charline Broscheid, Bastian Braun, Teresa Bardenheuer, Cedric Vetter, [C] Jonathan Blum, Andreas Naef, Roman Mrazek, Lars Pohl, Pascal Simon, [T] Kevin Kaiser

 

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