Mit zwei Neuzugängen, dem Tschechen Martin Berka und dem Slowaken Tomas Hanula, ging es für die United Lakers am vergangenen Wochenende zum dritten Spieltag der Regionalliga Südwest nach Ludwigshafen. Gegner des Tages waren wie schon am vergangenen Spieltag die SG Schriesheim-Heidelberg und die Sportvereinigung aus Stuttgart-Feuerbach. Beide Teams konnten damals zwar geschlagen werden, doch war besonders der 2:1 Erfolg gegen Heidelberg äußerst glücklich. Man war auf Seiten der Lakers also gewarnt.
Doch das Spiel gegen die SG entwickelte sich anders als gedacht. Konstanz ging durch den ersten Saisontreffer seines Spielertrainers Lars Pohl früh in Führung und konnte kurz vor Ende des ersten Drittels sogar noch nachlegen und auf 2:0 erhöhen. Gefährlichste Aktion der Heidelberger in diesem Drittel war eine kuriose Aktion des Konstanzer Goalies, Pascal Simon, der sich beim Spielstand von 1:0 den Ball fast selbst ins Tor gelegt hätte, jedoch kurz vor der Linie noch klären konnte. Die folgenden beiden Drittel waren eine genaue Kopie des Ersten. Die starke Defense ließ kaum Offensivaktionen der Heidelberger zu und vorne wurden zahlreiche Tormöglichkeiten herausgespielt und auch genutzt. Am Ende hieß es 6:0 für Konstanz.
Im zweiten Spiel des Tages wartete die Sportvereinigung Feuerbach. Das Hinspiel vor zwei Wochen konnten die Lakers mit 3:1 für sich entscheiden, doch konnten die Stuttgarter schon damals ihre Konterstärke andeuten. Dementsprechend war die Marschroute für das Rückspiel klar: Das Spiel kontrollieren, keine Konter zulassen und bloß kein frühes Gegentor kassieren. Doch es kam völlig anders: Durch individuelle Fehler und Unkonzentriertheiten in der Vorwärtsbewegung bekamen die Stuttgarter immer wieder die Möglichkeiten zum schnellen Gegenangriff und wussten diese auch zu nutzen. Nach zehn Minuten führten die Schwaben bereits mit 3:0. Konstanz versuchte nun mit der Brechstange die dichten Abwehrreihen des Gegners zu überwinden und konnte durch Tomas Hanula kurz vor Ende des Drittels noch auf 1:3 verkürzen. Als kurz nach Wiederanpfiff Thomas Kocherhans einen schönen Fernschuss zum 2:3 einnetzen konnte, schien der Ausgleich bereits greifbar. Doch nur wenige Minuten später endete ein weiterer schneller Angriff der Stuttgarter im Konstanzer Tor. Mit einem 2:4 ging es in die letzte Drittelpause. Der Schlussabschnitt hatte es dann noch einmal in sich. Dem erneuten Anschlusstreffer folgte kurz darauf der Ausgleich für das Team vom Bodensee. Die Stuttgarter Antwort ließ jedoch nicht lange auf sich warten und so musste Konstanz beim Stand von 4:5 erneut einem Rückstand hinterherlaufen. Wieder wurde die Brechstange ausgepackt und wieder wurde der Offensivdrang mit dem Ausgleich belohnt. Die Schwaben zeigten sich davon jedoch nicht im Geringsten beeindruckt. Stattdessen blieben sie ihrer Taktik treu, konzentrierten sich auf ihre Defense und konnten durch einen weiteren ihrer gefährlichen schnellen Angriffe den Ball zum sechsten Mal im Konstanzer Tor unterbringen. 5:6 und allmählich lief den Lakers die Zeit davon. 90 Sekunden vor dem Ende verließ dann der Konstanzer Goalie das Spielfeld, um Platz für einen zusätzlichen Angreifer zu machen. Mit 6 Feldspielern wurde Stuttgart in seiner Hälfte eingeschnürt und ca. 45 Sekunden vor dem Ende war es Topscorer Kai Schulze, der goldrichtig stand und mit seinem zehnten Saisontor den Lakers einen Punkt für das Unentschieden sicherte.
Zwar hatte man sich aus Konstanzer Sicht im Vorfeld einen Sieg erhofft, doch angesichts des schwachen Spielbeginns und des frühen 0:3 Rückstands, muss man mit dem Unentschieden zufrieden sein. Ein Kompliment geht an das Team aus Feuerbach, dass mit seiner Kaltschnäuzigkeit im Angriff das Spiel immer offen hielt.
Schon am nächsten Wochenende steht für die Konstanzer das nächste Spiel an. In der zweiten Runde des Floorball Deutschland Pokals erwartet das Team mit den MFBC Löwen Leipzig den aktuellen Drittplatzierten aus der 1. Bundesliga. Das Spiel findet am Sonntag, den 13.11.2011 um 14:00 Uhr in der Schänzlehalle statt. Alle, die sich dieses Spiel gegen einen der attraktivsten Gegner in Deutschland nicht entgehen lassen wollen, sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist selbstverständlich frei.